Luisa - Mit diesem Codewort bittest Du um Hilfe

Clubs - 19. Oktober 2017

«Isch d’ Luisa da?» 

Mit «Luisa» kann sich in Winterthur nun jede belästigte Person diskret an die Mitarbeiter des Clubs wenden.

Jede Frau kennt die Situation: Man möchte mit den Freundinnen einen schönen Abend verbringen, tanzen gehen und sich amüsieren, stattdessen wird man von Fremden begrapscht und ungewollt angemacht. Die Clubs in Winterthur sind in der Schweiz die Ersten, die dagegen etwas unternehmen, indem sie den Hilferuf “Luisa” einführen. 

Luisa verbreitet sich

Ursprünglich mit «Ask For Angela» in England eingeführt, wurde das Projekt für den deutschsprachigen Raum mit «Ist Luisa hier» angepasst. Das Codewort wird in Deutschland schon benutzt – bisher mit Erfolg.

 «Einige Typen kommen einfach und legen den Arm um einen. ,Ist Luisa hier?‘  ist auf jeden Fall hilfreich, wenn sie zu aufdringlich werden.» erzählt Daniela B. der HAZ. 

Winterthur macht es Deutschland nach, nun folgt auch Zürich, um in der Ausgangsszene für mehr Sicherheit zu sorgen. Wie Alex Bücheli, Sprecher der Bar- und Clubkommission Zürich (BCK) auf Anfrage von usgang.ch sagt: «Das Projekt tritt voraussichtlich diesen Winter in Zürich noch in Kraft, ein genaues Datum haben wir noch nicht.» 

Zivilcourage zählt

Luisa darf von jedem verwendet werden, es ist nicht exklusiv für Frauen gedacht. Natürlich darf man sich jetzt schon an das Clubpersonal wenden, Luisa soll nur als zusätzliche Sicherheit dienen, denn vorallem Zivilcourage ist gefragt. Dazu äussert sich Bücheli: «Sexuelle Belästigung ist nicht ein Problem des Nachtlebens, sondern allgemein im Leben. Deswegen muss man darüber sprechen und Zivilcourage zeigen!» 

Im Ausgang gilt also: Augen und Ohren offen behalten, denn nur so ist der Spass für alle garantiert.

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